Sonntag, 20. Mai 2012

Vögel aus Costa Rica

Vom 26. April bis zum 10. Mai habe ich eine wundervolle Zeit in Costa Rica verbracht. Bis ich meinen Fotoreisebericht fertiggestellt haben werde, wird es noch sehr lang dauern, weil so viel Recherchearbeit nötig ist. Aber zum Glück gibt es ja hier die Möglichkeit, schon mal vorab einige Fotos zu zeigen. Hier kommt die erste kleine Fotosammlung:

Weiblicher Amazonasfischer (Chloroceryle amazona)















Amerikanischer Schlangenhalsvogel (Anhinga anhinga)



















Hellroter Ara oder Arakanga (Ara macao)















Arkansas-Tyrann (Tyrannus verticalis)















Aztekenmöwe (Larus atricilla)















Aztekensittich (Aratinga nana)















Azur-Naschvogel (Cyanerpes lucidus)

Freitag, 6. April 2012

Ausflug in die Drover Heide mit Kölner Ornis

Das war kein Aprilscherz: Am 1. April 2012 haben sich einige Naturbegeisterte der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Köln auf den Weg in die Drover Heide bei Düren gemacht. Das Wetter hat mitgespielt, nach einigen trüben Tagen hat uns in Drove strahlender Sonnenschein empfangen, wenngleich es ein wenig kühl und etwas windig gewesen ist.

Vom Parkplatz an der Burg Drove aus haben wir unsere Wanderung gestartet, die uns zunächst durch ein kleines bewaldetes Stück und dann durch lichten Birkenwald geführt hat:















Die Heidelandschaft sieht aufgrund des überwiegend bräunlichen Farbtons im Frühling zwar nicht so hübsch aus wie im Sommer oder zur Blütezeit, doch die Weite der Drover Heide tut enorm gut, wenn man sich sonst meist in einer dicht bebauten Großstadt aufhält.














In der Heidelandschaft haben sich mehrere Schwarzkehlchen aufgehalten, auch haben wir singende Bluthänflinge gesehen. Weil es an dem Tag eine offenbar recht gute Thermik gegeben hat, sind uns einige Greifvogelbeobachtungen gelungen: ein Turmfalke und ein Rotmilan haben sich blicken lassen, dazu ein Sperber und etliche Mäusebussarde. Spannend sind auch die vielen Tümpel in der Drover Heide, weil sie Amphibien wie Grasfrösche und Molche beherbergen.


Grasfrosch am Rande eines Tümpels

Hier versteckt sich ein Teichmolch








































Wie uns einer der Wächter des Naturschutzgebiets mitgeteilt hat, gibt es dort eine sehr artenreiche Käferfauna. Ein ebenso spannender wie seltener Vertreter dieser Tiergruppe ist mir vor die Linse geraten: der unten gezeigte Ölkäfer (Meloe sp.), dessen Art ich bislang leider noch nicht bestimmen konnte. Auf alle Fälle ist es aber ein Männchen, was man an den abgeknickten Fühlern erkennen kann.















Bei genauer Betrachtung hat man vielerorts zarte Blüten entdecken können - ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Frühling längst Einzug in die Drover Heide gehalten hatte.














Unsere Wanderung hat uns von den offenen Flächen schließlich wieder in ein bewaldetes Gebiet geführt, in dem es mehrere große Nesthügel der Roten Waldameisen gibt.



















Säugetiere leben ebenfalls in der Drover Heide. Vielerorts hat Fuchslosung auf dem Weg gelegen und wir haben Wildfährten auf dem Boden gefunden, außerdem haben Wildschweine manche Stellen kräftig durchwühlt. Auf einer freien Fläche ist uns zudem die Beobachtung von drei Feldhasen gelungen.

Flüchtender Feldhase















Die Wanderung hat sehr viel Spaß gemacht und das Gebiet ist ein lohnendes Ziel für all jene, die sich gern in der Natur aufhalten und Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum entdecken. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Kölner Ornis dafür bedanken, dass sie diese Tour organisiert haben und mich am Abend im Auto bis zur "schäl Sick" mitgenommen haben. Als Dankeschön kommen nun abschließend noch zwei Vogelfotos.


Samstag, 24. März 2012

Sechs Marienkäferarten auf einen Streich

Das schöne Wetter am heutigen Mittag musste ich einfach zu einem Spaziergang nutzen. In der Dellbrücker Heide, einem kleinen Naturschutzgebiet hier in Köln, sind mir heute sechs Marienkäferarten auf einen Streich begegnet - ein persönlicher Rekord für einen Tag. :-)

Hier kommen sie in alphabetischer Reihenfolge

Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis)

Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)

Vierfleckiger Kugelmarienkäfer (Exochomus quadripustulatus)

Vierzehntropfiger Marienkäfer (Calvia quatuordecimguttata)

Zehnpunkt-Marienkäfer (Adalia decempunctata)

Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata)
 

Sonntag, 18. März 2012

Traurig, was Müll in der Natur anrichten kann...

Heute habe ich den ein wenig sonnigen Nachmittag für einen kleinen Spaziergang im benachbarten Naturschutzgebiet nutzen wollen, um balzende Frösche und Vögel zu beobachten. Doch ich habe leider einen sehr traurigen Fund gemacht: Einer der hier in Köln in freier Natur lebenden Halsbandsittiche muss wohl ein von Menschen achtlos in die Natur geworfenes Stück Nylonfaser gefunden und damit gespielt haben. Das ist dem Tier zum tödlichen Verhängnis geworden. Die sterblichen Überreste des Vogels hingen in einem Baum, die Fasern hatten sich eng um den Hals des Sittichs geschlungen. Was für ein trauriger Anblick, so ein schönes Geschöpf erhängt in einem Naturschutzgebiet vorzufinden!

Liebe Leser, wann immer Sie Fasern in der Natur finden, an denen sich Tiere mit den Füßen oder gar mit dem Hals strangulieren könnten, heben Sie sie bitte auf und werfen Sie sie in den nächsten Mülleimer. Denn auch Wasservögel und Tauben strangulieren sich auf ähnliche Weise wie der unglückselige Halsbandsittich, wobei bei den Wasservögeln oft die Beine und Füße betroffen sind. Darüber berichten meine Kolleginnen und ich schon seit langer Zeit auf der Wildvogelhilfe-Webseite.

Bitte halten Sie die Natur sauber, damit nicht noch mehr
Tiere einen so sinnlosen und grausamen Tod sterben
wie dieser unglückselige Halsbandsittich hier in Köln.

Sonntag, 29. Januar 2012

Freudiges Ereignis bei meinen Diamanttauben

Gestern sind meine Diamanttauben Pari und Pitu Eltern geworden. Sie haben lange darauf hingearbeitet und immer wieder ist etwas schief gegangen. Doch nun ist endlich ein junges Täubchen geschlüpft und es ist nach wie vor wohlauf. Ob aus dem zweiten Ei heute auch noch ein Jungtier schlüpfen wird, darauf bin ich selbst sehr gespannt. Auf alle Fälle wirken beide Eltern recht zufrieden und Pitu verteidigt seine Familie gegen die anderen Vögel, wenn diese es wagen, sich auf näher als 1,5 Meter an das Nest zu wagen. Er fliegt dann energisch in ihre Richtung und vertreibt damit sogar die Katharinasittiche.

Glücklicherweise nehmen sowohl sie als auch die Wellensittiche keine Notiz von dem Küken, sie lassen das Nest in Ruhe und wenn sie sich mal in seine Nähe begeben, dann eher, weil der jeweilige Sitzplatz gerade interessant ist und nicht weil das Nest ihr Interesse geweckt hat.

In elf bis 13 Tagen werden junge Diamanttauben flügge. Was ich in den kommenden rund zwei Wochen beobachten werde, ist also eine spannende Entwicklung von dem klitzekleinen Täubchen, das jetzt noch mit geschlossenen Augen im Nest sitzt, hin zu einem Ebenbild der Eltern. So hoffe ich zumindest, denn es wäre zu schade, wenn bei der Aufzucht etwas schiefgehen würde. Daumendrücken ist also erwünscht.

Erste Nestkontrolle kurz nach dem Schlupf




Samstag, 21. Januar 2012

Entenwecker

Manche Dinge passen irgendwie nicht in das normale Weltbild. So auch das Entengeschnatter und das laute Plätschern, wie es beim Landen von Enten auf einer großen Wasserfläche entsteht. Diese Geräusche haben mich heute Morgen aus dem Schlaf gerissen. Enten vor meinem Schlafzimmerfenster? Unmöglich! Da ist doch nur der kleine, schmale Flehbach und zwischen ihm und meinem Wohnhaus außerdem eine Wiesenfläche. Ich muss wohl von Enten geträumt haben, war mein Gedanke... Aber da war es schon wieder: munteres Stockentengequacke! Und ich habe es definitiv nicht geträumt.

Neugierig, wie ich bin, habe ich rausgeschaut und meinen Augen nicht getraut. Wiese? Fehlanzeige! Hinter meinem Wohnhaus erstreckt sich ein großer See, denn alles ist vom "kleinen" Flehbach geflutet worden. Der viele Regen der letzten Tage hat offenkundig nicht mehr in das begradigte Bächlein gepasst. Und jetzt habe ich tatsächlich Enten vor dem Schlafzimmerfenster. :-)

Aus der Nähe betrachtet, sieht der überflutete Bereich wirklich spannend aus. Die Enten haben sich übrigens hinter den Bäumen versteckt, als ich sie fotografieren wollte.


Über diesen gefluteten Weg gehe ich sonst
zur Arbeit - ohne nasse Füße zu bekommen















Netter Versuch, aber die kleinen Sandsäcke helfen
auch nicht mehr, den Flehbach zurückzuhalten



Sonntag, 15. Januar 2012

Singende Halsbandsittiche und eine Schlammschlacht

Es ist Sonntag und das Wetter hat nach einer langen, trüben Phase endlich mal wieder ein Einsehen mit Leuten wie mir, die langsam einen "Käfigkoller" bekommen. Bei dem herrlichen Sonnenschein haben mich selbst die recht tiefen Temperaturen nicht abschrecken können. Also rein in die dicke Kleidung und raus in die Flehbachaue. Dieses kleine Landschaftschutzgebiet liegt ganz in der Nähe meiner Wohnung und bietet tolle Beobachtungsmöglichkeiten. Und Möglichkeiten, den Schuhen eine ordentliche Schlammpackung zu verpassen. Denn bis vor wenigen Tagen haben weite Teile der Flehbachaue wegen der ergiebigen Regenfälle unter Wasser gestanden. Entsprechend matschig ist der Boden, was mich aber nicht davon abgehalten hat, mitten in den Dreck zu stapfen, um die besten Positionen für meine Fotos zu finden. Zugegebenermaßen graut mir ein ganz klein wenig vor dem Schuheputzen... ;-)

Doch zurück zur Flehbachaue: In dem Gebiet stehen einige sehr hohe Bäume, in denen unzählige Misteln gedeihen. Am Anfang meines Spaziergangs war es ein wenig nebelig, was die Misteln und die Bäume sehr geheimnisvoll wirken lassen hat. Nachdem der Nebel weg war, habe ich die Kamera vor allem auf die Halsbandsittiche gehalten. Hier ein paar Impressionen:

Misteln im Nebel



















Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen haben heute schon kräftig gesungen, ebenso ein Gartenbaumläufer und einige Stare. Doch am lautesten haben die Halsbandsittiche geträllert. In der Flehbachaue waren heute mindestens 20 dieser schönen Vögel und sie waren sehr aktiv. Mit den Misteldrosseln haben sie sich um die besten Plätze an den Misteln gezankt. Außerdem haben einige Halsbandsittiche Robiniensamen gefressen.

Zwitschernder Halsbandsittich















Halsbandsittich knuspert Robiniensamen















Frau Buntspecht nimmt ein Sonnenbad















Von mir aus kann der Frühling bald kommen. Ich habe es wirklich sehr genossen, bei Sonnenschein draußen spazieren zu gehen und meinem liebsten Hobby zu frönen: der Naturfotografie. Hoffentlich ergibt sich bald wieder eine solche Gelegenheit.